Sonderausstellung
zur Biennale in der Acud Galerie, Veteranenstraße
21
· Öffnungszeiten Di.–So. 13.00 bis 20.00
Uhr · 01.06.–24.06.08
· Kuratiert von Philipp Koch, Assistenz Klaudija Sabo
In
der zwanzigtägigen Einzelausstellung wird der Werkzyklus „Bewegung“ von
Noa Jordan vorgestellt.
Neben fünf großformatigen Arbeiten auf Leinwand
werden zwei Videofilme gezeigt: „Cold Wax - Hot Wax“ und „Bewegungsfreiheit – Freiheit“,
der beim 1. Internationalen Tanzfilmfestival Berlin Pool
07 zweifach ausgezeichnet wurde (Publikumspreis & Bronze
im Bereich Choreographie). Beide Filme korrespondieren
direkt mit den ausgestellten Werken.
Noa
Jordan beschäftigt sich in ihrer Arbeit intensiv mit
dem Begriff „Bewegung“ als einem zentralen
Moment menschlichen Lebens. Ihr Fokus liegt dabei auf dem
menschlichen Körper als dem Bezugsraum, in dem und
mit dem wir Bewegung erfahren und wahrnehmen. Um den menschlichen
Körper im Ganzen oder in Teilen ohne Umweg abbilden
zu können, hat sie eine spezielle Form des Körperdrucks
entwickelt. Die so festgehaltenen Bewegungszitate werden
anschließen graphisch weiterverarbeitet.
Noa Jordan bindet in ihre Arbeiten
verschiedenste Menschen mit ein. Für den Zyklus „Bewegung“ waren
dies hauptsächlich Tänzerinnen, die Experten
für Bewegung sind. Dieser interaktive Kunstansatz,
der andere in den Schaffensprozess einbindet, wurde für
den Zyklus „Bewegung“ noch einmal ausgeweitet.
Einige der mit den Tänzerinnen entstandenen Drucke
wurden an befreundete Künstler in ganz Deutschland
zur Weiterverarbeitung verschickt. Bei dieser ungewöhnlichen
Zusammenarbeit trifft die im Moment eingefangene Bewegung
des Tänzers auf die Gestaltungsfreiheit des Künstlers.
Einige dieser Weiterbearbeitungen werden in der Ausstellung
zu sehen sein.
In einem weiteren Schritt hat
Jordan ihre Arbeit durch ein Experiment mit der Universität
der Künste Berlin vom 16.–18.04.2008 im Seminarhaus
Sauen auch Studenten zugänglich gemacht. Das Seminar,
an dem neben der Künstlerin die Tänzerin Julia
Galas und Philipp Koch als Vortragender mitwirkten, wurde
videografisch dokumentiert. Bei Interesse kann die Dokumentation
gern vor Ort gesehen oder zur Ansicht entliehen werden.
Eventuell werden einige der dort entstandenen Arbeiten über
das an die Finissage anschließende Wochenende ausgestellt,
um diesen weiteren Aspekt der Arbeit zu beleuchten.